Ich bin kein Fernsehserienexperte. Ich habe es schon lange aufgegeben dort nach Qualität zu suchen, denn es bestehen in mir Zweifel, eben diese Qualität dort zu finden.Umso erfreuter bin ich darüber, dass ich im Internet auf eine neue, sehr gut gemachte Serie gestoßen bin. Die Serie heißt „quarterlife“ und läuft exklusiv auf MySpace. Es geht um eine Gruppe von sechs Studienabgängern in Chicago, die ein gemeinsames Haus bewohnen. Am 11. November letzten Jahres lief die erste, der zunächst auf 36 Episoden angelegten Serie. Die Laufzeit je Episode beträgt rund 8 Minuten. Eine der weiblichen Hauptfiguren begleitet die Ausstrahlung mit einem eigenen Video-Blog. Die Macher der Serie sind Marshall Herskovitz und Ed Zwick. Beide inszenierten in den 90ern u.a. die Serie „My so-called life“. Sie nannten gegenüber dem Nachrichten-Portal der britischen BBC den wachsenden Frust über die Zusammenarbeit mit großen Fernsehsendern als Grund für die Abwanderung ins Internet. „Früher hatten wir freie Hand, heute wird uns sogar die Farbe der Tapeten vorgeschrieben“, sagte Zwick dem Dienst. Zur Finanzierung werden Werbespots in den Videostream integriert. Die Einnahmen würden hälftig zwischen den Produzenten und MySpace geteilt, bestätigte Herskovitz. Die Serie besticht durch eine gute Story, wunderbare Dialoge und einem stimmigen Soundtrack (für die Musik ist – wie bei „My so-called life“ – W.G. Snuffy Walden verantwortlich). Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, an das 8 minütige Format, ist der Zuschauer – spätestens nach der sechsten Episode – süchtig nach noch mehr „quaterlife“. Einfach mal ausprobieren und ansehen…
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